22.03. Sa Gubia
Vor dem Bericht noch ein Hinweis von Frank & Dennis nach Lektorat der ersten fünf Tage: "Wir sind auch eine 4 nachgestiegen. Jawoll!" Das sei hiermit nachgetragen.
Wir fahren heute zum größten Klettergebiet auf der Insel. Ziel sind eine wunderschöne 6a+ (Tierra al reves)
und eine 6-Seillängen-Tour ("La ley del deseo"). Angekommen, müssen wir leider feststellen, dass es hier neben einer Route "Via de los bomberos" leider auch ziemlich viele Bomberos aus Fleisch und Blut gibt. Die Feuerwehrmänner üben offenbar Höhenrettung und sind dabei leider ziemlich laut. Ab und zu flüstere ich ein zärtliches "SILENZIO" in meine Umgebung. Nachdem wir uns in drei leichten Routen warm gemacht haben, hauen wir die 6a+ weg - fast. Axel und ich genehmigen uns einen Hänger und schieben es souverän auf den 6. Klettertag in Folge. Und da man natürlich auch im Urlaub immer Leute trifft, die man kennt, rennt uns planmäßig Pascal über den Weg, den ich aus Wesselinger Zeiten kenne. Nach kurzem Talk geht's auf die andere Seite zur Mehrseillängentour. Es ist ca. 15.30 Uhr und der Kletterführer erzählt was von 175 Klettermetern; eine Länge, für die die Huberbuam vermutlich ca. 5 Minuten brauchen, gefühlte 3. Wir steigen fröhlich ein. Ich steige die zweite Seillänge vor und finde sie für 5+ schon recht knackig. Ejal, durch. Wir klettern eine Seillänge nach der nächsten und erreichen nach der letzten Seillänge den Gipfel noch nicht ganz. Im Führer heißt es "Finish up the last easy pitch of Albahida and walk down". Yo, geht klar. Wir klettern also noch mal ca. 30 Meter. Oben angekommen sieht es so aus, als müsse man noch mal in 20 Meter Entfernung über eine kleine Kuppe und das wär's dann. Machen wir. Dort angekommen müssen wir feststellen, dass sich der kleine Rücken noch mal ca. 200 Meter zieht. Das Ganze kostet uns eine Ewigkeit, weil das z.T. nicht ohne Kletterei abgeht, extrem buschig ist und überhaupt. Fuck. Es wird dunkel. Aber wie immer hat auch das hier sein Gutes. Es entsteht um 21 Uhr dieses schöne Bild auf dem Gipfel.

Für den Abstieg brauchen wir nicht mal zwei Stunden... Also Abseiling wär cooler gewesen. Naja... wir trösten uns mit fettem Essen.
23.03. Alaró
Klar, nach dem gestrigen langweiligen und chilligen Tag gestern brauchen wir heute echte Herausforderungen. Da kommen uns die Touren von Alaró gerade recht. Vorher räumen wir allerdings aufgrund von Zimmermangel noch unser Hotel und ziehen in unser noch von 2005 bekanntest und geliebtes "Hotel Diamant". In Alaró angekommen, machen wir uns in zwei sehr schönen Touren warm (Pincha uvas und Kiko). Axel hat danach eigentlich schon keinen Bock mehr, aber ich muss unbedingt noch in die Buf!, die im Führer als eine der weltweit schönsten Tufa-Touren angepriesen wird und in der ich 2005 auch mal lange, lange, eigentlich ewig brauchte, um im Toprope hoch zu kommen. Jetzt ist natürlich Vorstieg angesagt. Ich komme die ersten sechs Haken relativ gut hoch und beende meinen Durchstieg abrupt mit einem motivierten "ZU"!
Den Rest der Tour clippe ich nicht mehr als zwei Pärchen in Folge, denn das Ding pumpt doch ordentlich. Hinzu kommt unfreundlicherweise, dass die Hakenabstände größer werden. Ich nehme mir Zeit und hänge...
Im Führer heißt es, dass viele in der 30-Meter-Tour bei 29,5 Meter fallen, aber das passiert mir zum Glück nicht. Sicher nicht zuletzt, weil ich genug "Rastpositionen" hatte. Nach der Tour nötige ich Axel noch mit "Schöne Tour, musst du unbedingt machen" auch noch im Nachstieg hinterher, was er zu Recht mit reichlich Hängen goutiert.
Wir beschließen, zum Restaurant zu gehen, das sich auf halbem Weg vom Dorf zum Castillo Alaró befindet und von dem wir wissen, dass dort exzellentes Lamm serviert wird.
Auch Dennis & Frank gesellen sich verabredeter Weise noch zu uns und so genießen wir im schlichten Restaurant eine hervorragende Speise. Dennis & Frank sind Vortag umgezogen von Rattata nach Port de Pollenca und sind froh, mit vernünftigen Rädern die erste ordentliche Tour des Urlaubs absolviert zu haben und erzählen entsprechend motiviert vom ersten Ritt.
24.03. Puig de Garrafa
Heute fahren wir in ein für uns neues Gebiet, von dem wir uns schöne, leichte Touren versprechen. Es liegt ganz im Südwesten der Insel, nicht weit weg von Andratx. Nach sehr schönen fünf Touren bis 6a kann ichs wieder nicht lassen und suche mir eine 6b+ raus, die einfach zu geil aussieht, als dass man sie liegen lassen dürfte. Saugeile Kletterei, aber meine Kräfte schwinden und so scheitere ich am letzten Haken, ich Erpelarsch. Für Nachahmer mit Durchstiegsambitionen sei die "Stairway to heaven" hiermit empfohlen. Abends hau ich mir im Zimmer lecker nen 1-Liter-Eimer San Miguel rein und genieße das Deutschland-Spiel gegen Dänemark. Axel is not amused. Naja, stimmt eigentlich nicht wirklich. Aber Axel ist - sagen wir mal - nicht so fußballaffin wie ich. Nach Eimer und Spiel frokel ich mir beseelt die Geluid-Stöpsel rein und mach rüber in die Nacht.
25.03. Tijuana (Nähe Santanyi)
Der letzte Tag. Nachdem wir gepackt und ausgecheckt haben, fahren wir nach Tijuana. Ein Spot, der traumhaft liegt. Im Südosten der Insel, direkt am Meer. Hier gibt's wirklich wunderschöne Touren, die meisten mit knackigen überhängenden Einstiegen. Wir klettern zwei moderate Touren und begeben uns dann noch in eine sehr schöne 6a+, mit der wir klettertechnisch diesen Urlaub abschließen ("Colesterol Party").
In der Bucht von Santanyi gönnen wir uns noch ein feistes Eis und fahren mit Vollgas zum Flughafen, schließlich müssen wir den Tank noch leer fahren. Das ist natürlich nicht so einfach, denn hier fahren tonnenweise Chevys rum. Denkt man gar nicht.
Hehe - ist das geil? Daewoo heißt jetzt Chevrolet und jetzt heißt die kleine Rotze nicht mehr Daewoo Matiz, sondern eben Chevy Mattes! Toll! Sollen sie doch noch Chevy Kabaa, Chevy Shanghai, Chevy Nigiri Sushi usw. rausbringen.
Ach ja, zweite Seuche neben den vielen spritfressenden Amischlitten sind diese Rennradhonks, die sich zu 100.000en über die Insel zu bewegen scheinen. Nicht wenige davon möchte ich umfahren, die schiffend am Straßenrand stehen, dabei aber natürlich ihr Rad nicht verlassen.
Also abschließend: Wieder ein großartiger Kletterbesuch auf der Insel und mit Sicherheit nicht mein letzter!
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Mo, 16/04/2007 - 22:11 von Mark







Olli S | Di, 17/04/2007 - 12:40 | Pah!
...das kann doch alles nix gegen die Pfalz :)
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»Mark | Mi, 18/04/2007 - 07:44 | Gegen Malle kannst du die
Gegen Malle kannst du die Pfalz komplett Vogesen.
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»Olli S | Mi, 18/04/2007 - 09:11 | Au beia... wat hab ich mich
Au beia... wat hab ich mich beölt :)
Au bei hab ich Kopfweh....
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